KNUST Hamburg
Konzert- und Veranstaltungslocation — Produktionsleitung · Logistik
Ausbildung im KNUST – Quereinstieg in einen Betrieb voller Möglichkeiten
Den letzten Teil meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann – rund anderthalb Jahre – absolvierte ich im KNUST. Ich hatte den Betrieb gewechselt und war von Anfang an begeistert von den Möglichkeiten, die das KNUST bot: ein lebendiger Live-Musik-Club mit einer Bandbreite an Veranstaltungen, die weit über den klassischen Konzertabend hinausging. Diese Vielfalt prägte meine Ausbildung und legte das Fundament für meine spätere Übernahme.
In dieser Zeit lernte ich den Aufbau und die Betreuung von Außenveranstaltungen von Grund auf: Strom und Wasser legen, Bierwagen aufstellen und betreiben, Ware kalkulieren, Zelte aufbauen und die Logistik planen. Hier verstand ich, wie viele Einzelschritte ineinandergreifen müssen, damit aus einer leeren Fläche eine funktionierende Veranstaltung wird.
Parallel dazu erlernte ich, wie die Warenwirtschaft in einem Live-Musik-Club funktionieren muss – von Bestellungen über Inventuren bis zur Steuerung der Warenwirtschaft im laufenden Betrieb. Ebenso machte ich mich mit den Abendabrechnungen vertraut: vorbereitende Buchhaltung, Künstler-Abrechnungen, Ticket-Reporting, das Zählen der Kassenumsätze und die Beschaffung von Wechselgeld.
Schließlich lernte ich, wie Konzertveranstaltungen durchgeführt werden – einschließlich der Koordinierung der Gewerke und der Personalführung am Abend. Diese praktische Erfahrung machte mir deutlich, dass mir die Verbindung aus Organisation, Anpacken und Verantwortung liegt – und war letztlich der Grund, warum ich nach der Ausbildung gerne im KNUST blieb.
Vom Auszubildenden zum Produktionsleiter – Verantwortung im laufenden Konzertbetrieb
Nach meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann wurde ich vom KNUST übernommen und durfte als Produktionsleiter schnell Verantwortung im operativen Konzertbetrieb übernehmen. Anders als in einer rein planenden Rolle fand meine Arbeit hier mitten im Geschehen statt – an Abenden, an denen alles ineinandergreifen muss.
Ich betreute Konzerte von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung: Dazu gehörten Abrechnung, Kasse, Einlass und Ticket-Reporting ebenso wie die Künstlerbetreuung und die Koordinierung der einzelnen Gewerke. Mein Anspruch war es dabei, frühzeitig den Überblick zu behalten, Schnittstellen sauber zu organisieren und dafür zu sorgen, dass Künstler:innen, Team und Gäste einen reibungslosen Abend erleben.
Logistik und Aufbau – damit vor Ort alles steht
Eine Veranstaltung steht und fällt mit ihrer Vorbereitung. Ich koordinierte Auf- und Abbau und übernahm den Transport von Waren und Geräten mit LKW und Anhänger. So stellte ich sicher, dass das benötigte Material rechtzeitig und vollständig am richtigen Ort war.
Darüber hinaus betreute ich unsere mobile Anhängerbühne – vom Transport über den Aufbau bis zum Abbau. Diese Aufgaben verlangten Sorgfalt, vorausschauende Planung und ein gutes Gespür dafür, wie viele Hände, welche Ausrüstung und wie viel Zeit ein Einsatz tatsächlich braucht.
Live-Streams – Konzerte über die Location hinaus
Mit zunehmender Bedeutung digitaler Formate begleitete ich die Live-Streams des KNUST und brachte hier meine Affinität für Medien und Technik ein. Ich erstellte Grafiken und Medien, übernahm die Anmeldung und Einrichtung auf den Streaming-Plattformen und kümmerte mich um den Videoschnitt – live während der Übertragung ebenso wie in der Postproduktion.
So entstanden Formate, die das Erlebnis eines Konzertabends auch über die Räume der Location hinaus zugänglich machten – ein Bereich, in dem handwerkliche Veranstaltungstechnik und gestalterisches Arbeiten zusammenkommen.
SchmaKo – veganer Foodtruck zwischen Organisation und Anpacken
Neben dem Konzertbetrieb war ich beim veganen Foodtruck „SchmaKo" tätig, der pflanzliche Burger anbietet. Hier verband sich kaufmännisches Denken mit dem direkten Anpacken vor Ort – von der Vorbereitung bis zum Verkauf am Event.
Ich kümmerte mich um die Organisation und Koordination des laufenden Geschäfts, übernahm die Warenbeschaffung und behielt dabei Verfügbarkeit, Frische und Kalkulation im Blick. Ergänzend verantwortete ich die Werbung und sorgte dafür, dass der Truck bei der richtigen Zielgruppe sichtbar wurde. Den Transport zu den Events übernahm ich ebenfalls selbst – so war das Konzept an jedem Standort einsatzbereit.
Diese Tätigkeit zeigte mir, wie eng Planung, Logistik und Kundennähe zusammenhängen, wenn ein Angebot unter Zeitdruck und auf engem Raum reibungslos funktionieren soll.