Große Freiheit Nr. 7
Der erste Schritt in die Gastronomie
Die Arbeit auf der Straße
Angefangen habe ich auf der Straße, der Großen Freiheit, vor dem Nachtclub. Meine Aufgabe war es Flyer zu verteilen und zu “kobern” – also Menschen zu dem Eintritt in die Große Freiheit Nr. 7 zu motivieren.
Gerade zu Beginn ist es eine große Überwindung Menschen einfach anzusprechen und zu versuchen ihnen etwas zu verkaufen (eine unvergessliche Nacht). Doch ich durfte lernen mit Menschen im Nachtleben umzugehen – sowohl im positiven Sinne (die richtige Sprache zu sprechen und gemeinsam Spaß zu haben), als auch im negativen Sinne (Konfiikte zu schlichten, ihnen aus dem Weg zu gehen oder mit schlechtgelauten Menschen einen Umgang zu finden).
Der Job auf der Straße war der perfekte erste Berühungspunkt mit der Reeperbahn. Ich lernte die Facetten der Nachtarbeit kennen und konnte mich ausprobieren.
Als Kellner im Nachtclub
Es wirkte ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber die Gäste der Großen Freiheit Nr. 7 kamen genau deswegen in den Nachtclub. Sie wollten ein paar Stunden in der “guten alten Zeit” verbringen. Deshalb gab es in der Großen Freiheit Nr. 7 auch Tischservice.
Nachdem ich meine Reifeprüfung auf der Straße absolviert hatte bekam ich die Chance mein Können direkt am Gast auf die Probe zu stellen. Gäste wurden am Einlass empfangen und an einen Tisch platziert, Bestellungen aufgenommen und abkassiert. Für viele Gastronomie-Mitarbeitende in Deutschland ist das alltäglich Brot, für mich war es eine große Herausforderung.
Hier spielt die Musik
Als letzte Etappe in der Großen Freiheit Nr. 7 durfte ich lernen DJ in einem Nachtclub zu sein. Musik hatte ich schon vorher gemacht und eine Leidenschaft für das Auflegen hatte ich auch, aber vor feiernden Menschen die Musikauswahl zu steuern und die Nacht zum Tag zu machen, ist etwas komplett anderes.
Ich durfte lernen was es bedeutet eine Dramaturgie im Set aufzubauen, wie man mit Musikwünschen umgeht und wie man die Dynamik auf der Tanzfläche richtig liest.
Ich bin noch heute sehr dankbar über diese Chance und alles, was ich in dieser Zeit lernen durfte!